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Barbara Mulzer
"Tankstelle für die Seele"
Barbara Mulzer ist Pastoralreferentin an der Maria-Ward-Schule in Nürnberg.

Tankstellen für die Seele, so werden Kirchen ja gern genannt. Jetzt wird tatsächlich eine aufgegebene Autobahntankstelle im Ruhrgebiet in eine Autobahnkirche umgewandelt. Wo bisher der Benzinpreis bestimmend war, ein Autofahrer nach dem anderen schnell wieder weiterfahren wollte und vielleicht nur hastig einen Kaffee getrunken und das Klo aufgesucht hat, da sollen jetzt Ruhe und Stille die Autofahrer anziehen.

Autobahnkirchen sind tatsächlich ein Erfolgsmodell. Auch Menschen, die zu Hause selten eine Kirche betreten, bleiben gerne stehen, zünden eine Kerze an, bitten um eine gute Fahrt und genießen ein paar Minuten ohne Hektik. Vielleicht haben sie gerade einen Beinahe-Unfall erlebt oder merken selber, dass sie unaufmerksamer werden. Manchen stellt sich auf der Fahrt auch die grundsätzliche Frage des Woher und Wohin. Autobahnkirchen sind offen für alle – und gerade auf Reisen sind viele Menschen eben auch selber offener als daheim.

Regelmäßiges Auftanken ist für die Seele mindestens genauso wichtig wie für das Auto. Leider gibt es keine Anzeige, die aufleuchtet, wenn dringend nachgetankt werden muss. Und dann soll man auch noch selber herausfinden, welcher Kraftstoff einem gut tut. Aber dass jetzt aus einer normalen Tankstelle eine Seelentankstelle wird, das ist doch ein schönes Zeichen.

Datum: 10.07.2009
Autor: Barbara Mulzer
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