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Von der Vorsitzenden zur Geschäftsführerin
Cornelia Thron beim Caritas-Kreisverband Kronach eingeführt
Der Stabwechsel bei der Kronacher Caritas erfolgte auch ganz real: Kreisverbands-Vorsitzender Björn Kleyhauer (Mitte) reichte den Stab vom bisherigen Geschäftsführer Christian Behner an dessen Nachfolgerin Cornelia Thron weiter.

Gemessen am Lob für ihren Vorgänger Christian Behner und den Vorschusslorbeeren für sie selbst, kann die neue Geschäftsführerin der Caritas Kronach, Cornelia Thron, mutig die Aufgabe anpacken, den finanziell angeschlagenen Kreisverband endgültig wieder auf die Erfolgsspur zu bringen.

Im Rechnungsjahr 2009 hatte man einen Verlust von mehr als 600 000 Euro hinnehmen müssen. Allein eine halbe Million war verursacht durch die Weisung der Stadt Kronach, mehr Personal einzustellen und dem erhöhten Pflegeaufwand aufgrund der Höherstufung von Bewohnern der von der Caritas verwalteten Pflege- und Altenheime. Bereits bei der Jahreshauptversammlung im März hatte Cornelia Thron, damals Vorsitzende, die Erhöhung der Pflegesätze und Einnahmesteigerungen verkündet. Auch hatten die Beschäftigten für ein Jahr auf drei Prozent Lohn verzichtet. Man setze darauf, dass der Haushalt schon in Kürze wieder ausgeglichen sein werde.

Dieser Tage bei der Feier anlässlich des offiziellen Stabwechsels in der Geschäftsführung betonte, nach der Begrüßung durch Kreisverbands-Vorsitzenden Björn Kleyhauer, Diözesan-Caritasdirektor Gerhard Öhlein, der Konsolidierungsprozess sei auf einem guten Weg und auch Cornelia Thron zeigte sich optimistisch. Ein großes Probleme sei allerdings, dass der Kreisverband derzeit keine finanziellen Reserven habe. „Ich weiß, von mir werden eine Menge Ideen erwartet“, sagt die Kronacherin. Sie hat einen Zeitvertrag mit der Caritas, denn sie bleibt Geschäftsführerin einer Beratungsfirma, die vor allem im kirchlichen und kommunalen Bereich tätig ist. Diese Konstellation, ist sie sicher, öffnet der Caritas auch Türen. 

Als Führungspersönlichkeit mit Geduld, Verhandlungsgeschick und Durchsetzungsvermögen beschrieb Öhlein die studierte Betriebswirtschaftlerin und Kommunikationsmanagerin, die unter anderem für den Regionalmarketingverein KRONACH Creativ gearbeitet hatte. Damit spann er den Bogen zum bisherigen Geschäftsführer Behner, der ein „Chef mit meist offener Tür und stets offenem Ohr gewesen sei“ und die Eigenverantwortung der Mitarbeiter gefördert habe. Fast 13 Jahre hatte Behner die Caritas-Geschäfte in Kronach geführt und viel initiiert, so den Sozialladen, die Übernahme des Bürgerspitals, die Ganztagsbetreuung für inzwischen 300 Schülerinnen und Schüler, den Bau einer Wäscherei mit sieben Arbeitsplätzen in Wallenfels. Landrat Wolfgang Marr lobte das „fruchtbringende Miteinander“, Bürgermeisterin Angela Hofmann vor allem die Übernahme des Bürgerspitals. Für die Mitarbeiter verglich Christa Körner den Scheidenden mit einem Dirigentenstab, der das Caritasorchester einfühlsam stets als Einheit führte, sich dank vieler Idee manchmal sogar als Zauberstab erwies. Dank an Christian Behner und Willkommen für Cornelia Thron bekundeten auch Dekan Michael Dotzauer, die evangelische Dekanin Dorothea Richter und Wolfgang Palm namens der Wohlfahrtsverbände. 

Christian Behner dankte allen für die Unterstützung, besonders der Caritas-Zentrale und den Mitarbeitern für den Gehaltsverzicht zur Beseitigung der finanziellen Schieflage. Der 46-Jährige geht zum Regens-Wagner-Zentrum nach Burgkunstadt.

Eingeleitet hatte die Feier ein Festgottesdienst in St. Johannes. Der Vorsitzende des Diözesan-Caritasverbandes, Monsignore Edgar Hagel, hatte in seiner Predigt den Aufbruch von Cornelia Thron und Christian Behner zu neuen beruflichen Ufern mit dem Aufbruch Abrahams ins gelobte Land auf Weisung und im Namen Gottes verglichen. Wer dieser Richtschnur folge, auf dessen Handeln werde Segen, anders ausgedrückt, Erfolg ruhen.

Datum: 16.09.2011
Michael Anger
Weiterführende Links:
Homepage der Caritas Kronach
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