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Predigten

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Lesejahr B 2014/12 bis 2015/11

Predigt - Homilie

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Verfolgung und Verwirrung durch den Heiligen Geist bestehen und überwinden

1 Schwere Verfolgungen
Von schweren Verfolgungen der jungen Kirche in Jerusalem berichtet uns die Lesung aus der Apostelgeschichte. Die aus Jerusalem flüchtenden Christen sind deswegen weder deprimiert noch verzweifelt. Erleuchtet vom Heiligen Geist erleben Sie Ihre neue Lebenssituation als  Möglichkeit, die frohe Botschaft des Evangeliums auch außerhalb Jerusalems zu verkünden.

Auch heute werden Christen aus ihrer angestammten Heimat vertrieben, gefoltert und vergewaltigt. Die  jungen Männer aus Ägypten und Äthiopien, in die Hände der IS gefallen hätten ihr Leben retten können, wenn sie der Forderung zum Islam überzutreten nachgegeben hätten.

Sie haben ein staunenswertes Glaubenszeugnis gegeben. Sie wollten lieber sterben als den Glauben an den auferstandenen Christus aufzugeben. Ihre Mörder konnten ihn zwar das vergängliche irdische Leben nehmen, aber nicht die Auferstehung und das ewige Leben bei Gott.

Das Martyrium dieser koptischen Christen beschämt uns aber auch, wenn wir in unserem Lebensumfeld zu neuheidnischen Verhaltensweisen schweigen oder sie als normal hinnehmen.

Einen tiefgreifenden Eindruck auf die Muslime in Ägypten machte das Gebet der Angehörigen der Ermordeten Christen für die Mörder ihrer Männer und Väter. Die Muslime erlebten voller Staunen, wozu die Liebe Jesu Christi fähig ist, die sogar für ihre Todfeinde betet und ihnen verzeiht.

Wir erleben bei uns
2 Erschreckende neuheidnische Entwicklungen
Wir müssten als Christen im Tiefsten erschrecken, wenn wir hören, dass in Deutschland jährlich mindestens 100.000 wehrlose Kinder im Leib ihrer Mutter getötet werden, seit Neuestem durch Tabletten, um sich die Hände nicht schmutzig zu machen.

Das sind am Tag 274 Kinder, im Jahr 4500 Schulklassen. Das ist der Nachwuchs, der uns jedes Jahr fehlt, um unsere Gesellschaft in der Balance zwischen Alt und Jung zu halten.

Behinderte haben kein Lebensrecht mehr. 90 % der Downsyndrom Babys werden heute abgetrieben. Selektion nannten es die Nationalsozialisten.

Wir müssten als Christen im Tiefsten erschrecken, wenn uns ständig Selbsttötung und Beihilfe dazu als selbstverständlich eingeredet werden. Wo solches bewusst geschieht dürfen wir ruhig von Selbstmord sprechen. Und auch da gilt das 5.Gebot Gottes: "Du sollst nicht morden".

3 Die Verwirrung durch Gebet und mutiges Zeugnis begegnen

3.1 Wir leben in einer Zeit äußerster Sprach- und Gedankenverwirrung.
Die Erbauer des Turmes von Babel wollten hoch hinaus. In ihrem Stolz und Hochmut verloren sie Gott und den Menschen als sein Ebenbild aus den Augen und aus dem Sinn. Ihre Sprache geriet in Verwirrung. Keiner verstand mehr den anderen.[1]

Papst Franziskus sagte in einer Predigt: "Das christliche Leben ist keine Collage von Dingen. Es ist eine harmonische Gesamtheit, ein Werk des Heiligen Geistes. Er erneuert alles. Er erneuert unser Herz, unser Leben und lässt uns in einem Stil leben, der alles umfasst." [2]

Katholisch Christ sein heißt genau das: Alles umfassend - Zeit und Ewigkeit,  Leben und Tod, Schmerzen und Glück, Umarmen und Loslassen, Liebe empfangen und Liebe geben.

Wie wichtig ist es, mit Paulus in der 2. Lesung zu beten:   "Er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr versteht, zu welcher Hoffnung ihr durch ihn berufen seid, welchen Reichtum die Herrlichkeit seines Erbes den Heiligen schenkt und wie überragend groß seine Macht sich an uns, den Gläubigen, erweist."[3]

3.2 Nur der Geist der Demut und Liebe kann die Verwirrung überwinden
Vom Heiligen Geist erfüllt preist Jesus heute voller Freude vor Gott seinen Vater die Unmündigen. Ihnen verkündet Gott durch Jesus seinen Heilswillen und seine erlösende Liebe. Den Klugen bleibt es verborgen. Sie halten ihr eigenes Denken und Empfinden für oberste Instanz.

Gerade aus dieser Selbstherrlichkeit des Menschen entstehen

3.2.1 Die großen Konfrontationen
die wird zunehmend in der Welt von heute erleben. Sie sind im Grunde ein Kampf des Geistes;  der Geist der Wahrheit gegen den Geist der Lüge; aber nur im Geist der Wahrheit liegt der Sinn des Lebens.

Ein Professor erzählte, ein Student habe ihn nach der 68er Bewegung befragt. Nachdem der Professor über die Zeit der „Jugendrevolte“ und ihre kulturellen und religiösen Konsequenzen berichtet hatte, sagte der junge Student:       „Eure 68er Generation hat vielleicht die Religion verloren aber, meine Generation, haben auch den Bezug zur Realität verloren. Wir wissen nicht, den einfachsten Dingen ihre Bedeutung beizumessen. Wir sind nicht mehr im Stande mit letzter Sicherheit das Positive dieser Welt zu bejahen, und wir sehen auch in uns selbst nicht mehr die Möglichkeit des Guten."

3.2.2  Hoffnung aus der Kraft des Heiligen Geistes
Wie traurig und sinnlos ist es, wenn man nicht mehr das schöne, und das Gute erkennen kann oder will. Fehlt da nicht auch die Hoffnung? Wie können wir unseren Kindern und Jugendlichen dann noch sagen, dass es sich lohnt, auf diese Höhe zu kommen? Dass es sich lohnt die Mühsal des Lebens, das Opfer, das Leiden, den Tod auf sich zu nehmen?

Wir alle brauchen die letzte Sicherheit, die innere Kraft, die trotz der Macht des Bösen das Gute in unsere Seele bezeugt. Das bewirkt der Heilige Geist. Im Licht des Kreuzes Christi lässt uns der Geist Christi die Dinge erkennen wie sie wirklich sind, in ihrer ganzen Bedeutung das Kreuz ist der Fixpunkt um die Welt aus den Angeln zu heben; denn im Kreuz zeigt sich die Barmherzigkeit Gottes, der Geist der Liebe ohne Maß.

In der Erfahrung der Vergebung und der Umarmung Gottes können wir in dieser Welt geistig Fuß fassen.

Ja, der Heilige Geist möchte uns nicht nur erleuchten und trösten, sondern auch in eine neue Zeit mit einer erneuerten Menschheit führen. Er führt die Kirche durch immer neue Pfingstfeste, von Generation zu Generation, immer tiefer hinein in die ganze Wahrheit Christi.

3.2.3  Mit den Aposteln in Jerusalem und mit Maria flehen wir zum Herrn um die Ausgießung seines Geistes:
Herr Jesus Christus, Sohn des Vaters,  – sende jetzt einen Geist über die Erde – lass den Heiligen Geist wohnen in den Herzen aller  Völker – damit sie bewahrt bleiben mögen – vor Verfall, Unheil und Krieg. – Möge die Frau aller Völker, – die selige Jungfrau Maria, - unsere Fürsprecherin sein. Amen.


[1] Gen 11,7
[2] Ansprache am 6.7.13 im Domus Sanctae Marthae
[3] Eph 1,18f.
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