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Predigten

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Lesejahr A 2016/12 bis 2017/11

Predigt - Homilie am 29.So.A2017 in ULF Dormitz

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Es geht um mehr…als nur um Geld!
1 Jesus geht es um mehr als nur ums Geld
„Beim Geld hört die Freundschaft auf“ sagt ein Sprichwort. Die Frage an Jesus, ob ein frommer Jude dem heidnischen Kaiser Steuern zahlen darf oder nicht, kommt nicht von Freunden, sondern von den Gegnern Jesu. Die Anhänger des Herodes und des Hohen Rates- sonst erbitterte Gegner - wenn es gegen Jesus geht, werden sie Komplizen.
Sie sind sich sicher – ganz gleich wie Jesus antwortet – seine Antwort  wird ihm entweder mit der römischen Besatzungsmacht oder mit den Vertretern des jüdischen Volkes in Konflikt bringen.
Jesus entlarvt Ihre Schmeichelei und ihre Frage als böse Absicht. Er fordert sie auf ihm eine Münze zu zeigen, mit der sie ihre Steuern bezahlen. Sie zeigen ihm einen Denar - und er fragt sie „wessen Bild und Aufschrift ist das?“ „Des Kaisers“ antworten sie. Sie sind also im Besitz des kaiserlichen Geldes.
Die Antwort Jesu ist anders als sie es erwartet haben. Sie ist grundsätzlich und nicht nur auf das Geld fixiert. „Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört!“
Sie und wir spüren als Staatsbürger und als Kinder Gottes geht es um mehr als um Geld, Steuern und Vorschriften. Bei Gott geht es um das Ganze des Lebens, vor allem, dass wir ihm gehören und die Ehre geben.
Dazu fordert uns der Antwortpsalm nach der 1. Lesung auf: „Singet dem Herrn ein neues Lied…Erzählt bei den Völkern von seiner Herrlichkeit, bei allen Nationen von seinen Wundern.“ „Bringt das dem Herrn Lob und Ehre!“

 In seinem ältesten Brief erinnert Paulus die Christen in Thessalonich, an die sie auszeichnenden

2 Werke des Glaubens
„an die Opferbereitschaft ihrer Liebe und an die Standhaftigkeit ihrer Hoffnung auf Jesus Christus, den Herrn.“

Die Opferbereitschaft der Christen in Saloniki und Umgebung zeigt sich in der Solidarität mit der weit entfernten verarmten Gemeinde in Jerusalem.
Die Christen in Jerusalem waren in eine soziale Notlage gekommen, die sie aus eigener Kraft nicht mehr bewältigen konnten. In dieser Situation kommt es zur ersten großen Solidaritätsaktion der noch jungen Christenheit. Sie ist ein Zeichen der Zusammengehörigkeit
Sie ist aber zugleich auch ein Zeichen der Dankbarkeit der neu gegründeten Gemeinden gegenüber den Christen in Jerusalem, denen sie so viel verdanken: Von Jerusalem aus hat sich der Glaube in alle Welt ausgebreitet, zunächst in der unmittelbaren Umgebung von Jerusalem, dann in ganz Palästina.
 Sehr schnell ist ein Netzwerk von jungen christlichen Gemeinden im ganzen Römischen Reich entstanden. Paulus spielte hier eine ganz besondere Rolle.
 Er weist darauf hin, dass die Opferbereitschaft aus Liebe geschieht.  Das Werk des Glaubens zeigt sich auch in der Standhaftigkeit der Hoffnung auf Jesus Christus, den Herrn. An beidem erkennt Paulus  die Christen von Saloniki als von Gott erwählte und geliebte Brüder.
3 Auch am Sonntag der Weltmission geht es um Geld, aber nicht nur
3. 1 Die Stärkeren helfen den Schwächeren
Heute werden wir darum gebeten, uns an der Kollekte für die Weltmission zu beteiligen. Diese Kollekte ist die größte Solidaritätsaktion der Katholiken weltweit.
Und auch hier geht es um mehr als nur um Geld. Es geht vor allem darum, dass wir uns als eine weltweite Glaubensgemeinschaft erfahren. Dass wir uns der gemeinsamen Aufgabe aller Christen, die frohe Botschaft in der Welt bekannt zu machen, wieder neu bewusst werden.
Und dass wir als Christen weltweit solidarisch zusammenstehen. Dass die Stärkeren den Schwächeren helfen. Dass wir uns ihre Sorgen und Nöte zu eigen machen. Dass wir aber auch ihre Hoffnungen teilen und uns durch ihr Zeugnis ermutigen lassen.
3.2  Paulus dankt Gott für die solidarischen Christen in Tessalonich
und Umgebung, so oft er in seinen Gebeten an sie denkt.
Er dankt Gott auch fü uns, die wir an diesem Missio-Sonntag besonders an die Christen in Burkina Faso denken und mit ihnen solidarisch sind.
Burkina Faso ist 2017 das Beispiel-Land der diesjährigen Missio-Aktion am Sonntag der Weltmission. Der Name dieses Landes im Westen Afrikas bedeutet übersetzt: Land der aufrechten Menschen!
Mit Recht sind die Menschen dort stolz auf das, was sie erreicht haben – auf ihre friedliche Revolution, auf das gute Miteinander zwischen Christen und Muslimen und auf die kulturelle Vielfalt ihres gastfreundlichen Landes. Und doch gibt es auch viele Probleme.
3.3  Burkina Faso ist eines der ärmsten Länder der Welt
Ein Großteil der Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft. Klimaveränderungen und Dürreperioden treffen besonders die in der Sahelzone lebenden Menschen hart. Bleibt der spärliche Regen aus oder fällt er zur falschen Zeit hungern die Menschen. Viele Menschen leiden unter der Perspektivlosigkeit ihrer Lebenssituation.
Besonders hart ist der Alltag für viele Frauen und Mädchen. Sie stehen im Mittelpunkt der diesjährigen Missio-Aktion. Jahr für Jahr werden in Burkina Faso Tausende Mädchen zwangsverheiratet, manche schon im Alter von elf bis zwölf Jahren. Archaische Traditionen wie Hexenverfolgung und Genitalverstümmelung sind trotz gesetzlicher Verbote weit verbreitet. Die Müttersterblichkeit ist eine der höchsten der Welt.
3.4 Die Kirche sieht bei alldem nicht tatenlos zu
Mit Bildungsinitiativen und Schutzprogrammen bietet sie in vielfältiger Weise Hilfe an und steht an der Seite der Armen und der an den Rand Gedrängten.
So setzt sie Zeichen der Hoffnung und hilft den Menschen, allen Problemen zum Trotz standhaft zu bleiben und den aufrechten Gang nicht zu verlernen.
„Du führst uns hinaus ins Weite“ – unter diesem Leitwort steht in diesem Jahr der Sonntag zur Weltmission. Es drückt aus, was die Menschen in Burkina Faso mit Gott erleben: Wo die konkreten Umstände aussichtslos erscheinen mögen, eröffnet Gott neue Chancen. Er schenkt unserem Leben Weite und Fülle. Wir dürfen durch unser solidarisches Gebet und unsere Spende mithelfen.